Kriminalität
Tödliche Polizei-Schüsse: Laschet wirbt für Verständnis

Köln (dpa) - Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen Angreifer in Gelsenkirchen hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für Verständnis für Einsatzkräfte in solchen Situationen geworben. «Da kommt plötzlich jemand, geht mit der Axt auf einen zu oder einem Messer, und dann muss der junge Beamte entscheiden, was tut er jetzt», sagte Laschet am Montag bei der Jahrestagung des Beamtenbunds dbb in Köln. Den Menschen müsse erklärt werden, welche schwerwiegende Verantwortung Polizisten in einer solchen Lage hätten. Angesichts zunehmender Übergriffe auf Einsatzkräfte sei ein Stoppschild nötig, ein Signal, dass sich die Gesellschaft dies nicht bieten lasse. 

Montag, 06.01.2020, 15:53 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 16:02 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Mit dem Ruf «Allahu akbar» (Gott ist groß), einem Messer und einem Knüppel in der Hand hatte ein 37-jähriger Türke in Gelsenkirchen zwei Polizisten angegriffen, bevor er erschossen wurde. «Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von der Tat eines psychisch auffälligen Einzeltäters aus», hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) gesagt.

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