Verkehr
Gegen Baustellenstaus: NRW bekommt mobiles Schutzwandsystem

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW setzt auf verschiebbare Absperrungen in Baustellen, um lange Pendlerstaus zu verhindern. Damit sollen in Baustellen je nach Bedarf unterschiedlich viele Spuren freigegeben werden - etwa morgens für Einpendler in Großstädte und abends in Gegenrichtung.

Dienstag, 07.01.2020, 16:20 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 16:32 Uhr
Auf der Autobahn A 535 wird der QMB/ Road Zipper ab März 2020 in einer Baustelle die Schutzwand zum Gegenverkehr um einen kompletten Fahrstreifen auf der Autobahn verschieben.
Auf der Autobahn A 535 wird der QMB/ Road Zipper ab März 2020 in einer Baustelle die Schutzwand zum Gegenverkehr um einen kompletten Fahrstreifen auf der Autobahn verschieben. Foto: ---

Das erste der dafür nötigen Großfahrzeuge werde ab März auf der Autobahn 535 zwischen Velbert und Wuppertal eingesetzt, teilte das NRW-Verkehrsministerium am Dienstag mit. Die Fahrzeuge können die rund 700 Kilogramm schweren Betonelemente, mit denen Spuren in Baustellen abgetrennt werden, in langsamer Fahrt aufnehmen und wie Legosteine um eine ganze Spur verschieben. Damit könnten die Planer schneller auf wechselnde Verkehrsbelastungen reagieren.

Erster Einsatzort des mobilen Systems ist eine Brückenbaustelle an der von rund 40 000 Fahrzeugen täglich genutzten A535. An der Baustelle ist nur Platz für drei Behelfsfahrstreifen. Wenn morgens der Hauptverkehr Richtung Wuppertal/Düsseldorf fließt, sind dort zwei Fahrspuren in der Baustelle frei. Später werden die Betonsteine verschoben, so dass nachmittags zwei Fahrspuren für den Pendlerstrom zurück nach Velbert/Essen bereitstehen. «Wir nutzten die Chancen dieser neuen Technik. Das entlastet die vielen Pendler», sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU).

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