Prozesse
Acht Monate Haft für Autofahrer wegen Attacke auf Radfahrer

Düsseldorf (dpa/lnw) - Wegen einer schweren Attacke auf einen Radler ist ein Autofahrer in Düsseldorf in Abwesenheit zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht verhängte die Strafe am Mittwoch wegen vorsätzlicher Körperverletzung und vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der 43-Jährige besaß seit 14 Jahren keinen Führerschein mehr.

Mittwoch, 08.01.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 15:42 Uhr
Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer.
Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer. Foto: Uli Deck

Der Mann hatte sich im Juli 2018 in Mettmann - am Tag des WM-Endspiels - darüber aufgeregt, dass ein Rennradfahrer trotz vorhandenen Radwegs auf der Fahrbahn der Bundesstraße B7 fuhr. «Ich wollte rechtzeitig zum Endspiel zuhause sein», berichtete der Radfahrer am Mittwoch als Zeuge. Stattdessen habe es Streit gegeben. «Der Autofahrer hatte einige hundert Meter weiter angehalten und sein Auto rückwärts in einen Feldweg gefahren», sagte der 66-Jährige.

Dann habe er ihn gestoppt, bedroht und vom Rad gestoßen. Bei dem Sturz brach sich der 66-Jährige den Ellbogen. Der Autofahrer sei dennoch einfach davongefahren und habe ihn liegenlassen.

Nun muss ihm der 43-Jährige 1500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Zudem muss der 43-Jährige als Bewährungsauflage 1000 Euro an den Düsseldorfer Kinderschutzbund zahlen. Der verhängte Strafbefehl ist nicht rechtskräftig und kann noch angefochten werden. Der Mann, der der Gerichtsverhandlung ohne Begründung ferngeblieben war, hatte bisher alle Vorwürfe pauschal bestritten.

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