Prozesse
Zehn Jahre Haft für Bluttat auf offener Straße

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein halbes Jahr nach der Tötung eines 36-Jährigen auf offener Straße in Monheim hat das Landgericht Düsseldorf zwei Männer zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt. Das Gericht habe beide Angeklagte am Donnerstag wegen Totschlags schuldig gesprochen, sagte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Donnerstag, 16.01.2020, 17:31 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 17:42 Uhr
Der Schriftzug "Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße.
Der Schriftzug "Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße. Foto: Marcel Kusch

Die zwei Männer hatten die Tat zwar beim Prozessauftakt gestanden, eine Tötungsabsicht aber bestritten. Das Opfer (36) habe sie zuerst angegriffen, behaupteten sie. Täter und Opfer waren sich im Juli 2019 nachts auf der Straße begegnet. Angeklagt waren ein 40-jähriger Serbe und ein 38-jähriger deutscher Hilfsarbeiter. Er hatte gestanden, dem Opfer mehrfach ins Bein gestochen zu haben. Der Mann war verblutet.

Die Männer hatten sich drei Tage nach dem Vorfall der Polizei gestellt. Ein Handy-Video eines Augenzeugen hatte festgehalten, wie einer der Täter mit voller Wucht auf eine Gestalt am Boden eintritt. Luftbilder, aufgenommen aus einem Polizeihubschrauber, zeigten schon aus größerer Höhe eine enorme Blutlache am Tatort.

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