Extremismus
Gericht: Waffenschein-Klage von Bürgermeister zurückgezogen

Düsseldorf/Kamp-Lintfort (dpa) - Der Bürgermeister von Kamp-Lintfort, Christoph Landscheidt (SPD), hat wie angekündigt seine Klage auf Erteilung eines Waffenscheins zurückgenommen. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Freitag bestätigt. Die Klagerücknahme sei am Vormittag eingetroffen. Das Gericht habe das Verfahren daraufhin eingestellt und den Verhandlungstermin am 21. Januar aufgehoben.

Freitag, 17.01.2020, 12:11 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 12:22 Uhr
Christoph Landscheidt, der Bürgermeister von Kamp-Lintfort.
Christoph Landscheidt, der Bürgermeister von Kamp-Lintfort. Foto: Arnulf Stoffel

Zuvor hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) mitgeteilt, dass Landscheidt nun doch Personenschutz erhalte. Eine neue Prüfung habe ergeben, dass er gefährdet sei. Er verspreche sich von seinem Schritt eine Versachlichung der Diskussion, hatte Landscheidt am Donnerstagabend mitgeteilt.

Den großen Waffenschein hatte der Politiker beantragt, um Angriffen aus der rechten Szene gegen sich und seine Familie nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Als der Antrag von der zuständigen Polizeibehörde abgelehnt worden war, hatte Landscheidt, selbst ehemaliger Richter, geklagt.

Landscheidt erhielt Solidaritätsbekundungen quer durch die demokratischen Parteien. Landscheidt kündigte zugleich an, erneut als Bürgermeister kandidieren zu wollen.

Nachrichten-Ticker