Energie
Kohleausstieg: neue Proteste in NRW angekündigt

Berlin/Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Anti-Kohle-Bewegung hat gegen das Kohleausstiegsgesetz weitere Proteste in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Das Gesetz sei ein Rückschlag für den Klimaschutz, hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von der Initiative «Alle Dörfer bleiben», der Umweltorganisation Greenpeace und «Ende Gelände». Das Aktionsbündnis rief für Mai zu Protesten am umstrittenen Kohlekraftwerk Datteln 4 auf und für August zu einer mehrtägigen «Massenaktion zivilen Ungehorsams» im Rheinischen Braunkohlenrevier.

Mittwoch, 29.01.2020, 12:11 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 12:22 Uhr
Klimademonstranten stehen mit ihrem Transparent mit der Aufschrift "Kohle weg" auf einer Demo.
Klimademonstranten stehen mit ihrem Transparent mit der Aufschrift "Kohle weg" auf einer Demo. Foto: Monika Skolimowska

«Weil die Bundes- und Landesregierung uns ignoriert haben, bleibt uns daher leider nichts anderes übrig, als in unserem Widerstand einen Schritt weiterzugehen», kündigte David Dresen von der Tagebau-Anwohner-Initiative «Alle Dörfer bleiben» an. Gemeinsam mit der Klimabewegung würden die Bürger den Tagebau Garzweiler stoppen. Der Tagebau Garzweiler soll in vollem Umfang abgebaggert werden und damit auch fünf Dörfer, die zur Stadt Erkelenz gehören.

«Ende Gelände» stehe an der Seite der Menschen in den bedrohten Dörfern, stellte Sprecherin Kathrin Henneberger fest. Um den 8. August herum werde das Bündnis das Rheinische Revier mit Tausenden Menschen lahmlegen.

Der BUND bezeichnete das Gesetz als herben Rückschlag im Kampf gegen den Klimawandel und kündigte ebenfalls Widerstand an: «Wir tragen den Protest auf die Straße, vor das Kanzleramt, das Kohlekraftwerk Datteln 4 und in die vom Tagebau bedrohten Dörfer», hieß es in einer Erklärung.

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