Polizei
30 000 Einsätze im Monat: Neue Polizei-Leitstelle

Düsseldorf (dpa/lnw) - Etwa 20 000 Notrufe pro Monat gehen hier ein und 30 000 Einsätze werden koordiniert: Die neue Leitstelle der Polizei in Düsseldorf ist am Mittwoch von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) vorgestellt worden. «Wer 110 wählt, der kommt hier an», sagte Reul. Der Bau in der Landeshauptstadt habe unter vielen Verzögerungen gelitten, räumte der Minister ein.

Mittwoch, 29.01.2020, 13:08 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 13:22 Uhr
Polizisten arbeiten in der neuen Einsatzleitstelle.
Polizisten arbeiten in der neuen Einsatzleitstelle. Foto: Federico Gambarini

Eine letztlich als unbegründet abgewiesene Vergabebeschwerde hatte die Baustelle ein Jahr lang stillgelegt. Dann hatte Starkregen den Grundwasserpegel steigen lassen und Umplanungen wurden notwendig. Das unter Denkmalschutz stehende Düsseldorfer Polizeipräsidium von 1928 wird derzeit während des laufenden Betriebs erweitert und kernsaniert. «Die Beamten hier haben alle viel zu ertragen gehabt und noch viel zu ertragen», sagte Reul.

Polizei-Seelsorger Volker Hölzdonk sagte, die Leitstelle sei auch eine Leid-Stelle: «Sie werden hier als erste mit dem Leid der Bevölkerung konfrontiert.» Die Leitstelle selbst ist mit rund 200 Quadratmetern etwa drei Mal so groß wie die alte.

Die Beamten koordinieren in der Leitstelle bis zu 70 Einsätze parallel und 400 in einer Acht-Stunden-Schicht. Auf Großbildschirmen können Live-Aufnahmen aus dem Polizeihubschrauber gezeigt werden.

Hinzu kommt eine 160 Quadratmeter große Einsatzzentrale für Großlagen etwa bei Amokläufen, Geiselnahmen oder Terroranschlägen. Leitstelle und Einsatzzentrale sind in einer Baustelle in Betrieb genommen worden. Das gesamte Präsidium soll nach Angaben des landeseigenen Baubetriebs BLB Mitte 2023 fertiggestellt sein. Vor vier Jahren war noch eine Fertigstellung Ende 2020 in Aussicht gestellt worden.

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