Eishockey
Krefeld Pinguine vor der Rettung: Rückzug von Ponomarew

Krefeld (dpa) - Die Krefeld Pinguine haben einen weiteren Schritt zur Vermeidung der drohenden Insolvenz getan. Wie der finanziell angeschlagene Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Dienstag mitteilte, ist die Energy Consulting Europe GmbH um Michail Ponomarew nicht mehr Mitgesellschafter der KEV Pinguine Eishockey GmbH. Die Anteile des russischen Unternehmens wurden am späten Montagabend nach einem Notartermin an einen Altgesellschafter übertragen. Damit wurden die Voraussetzungen für eine angestrebte Kapitalerhöhung geschaffen. Über Details vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Dienstag, 04.02.2020, 11:05 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 11:12 Uhr
Spieler von Krefeld Pinguine stehen auf dem Eis.
Spieler von Krefeld Pinguine stehen auf dem Eis. Foto: Andreas Gora

«Die letzten Wochen und Monate sind für die Krefeld Pinguine alles andere als einfach gewesen. Nun werden wir kurzfristig für Liquidität sorgen, können die angestrebte Stammkapitalerhöhung noch diesen Monat umsetzen und eine Gesellschafterstruktur schaffen, die zukünftig für die Pinguine verantwortlich sein wird», sagte Geschäftsführer und Sportdirektor Matthias Roos.

Der Club benötigt kurzfristig rund 400 000 Euro, um einen Insolvenzantrag zu verhindern. Mit der Kapitalerhöhung soll der Club gerettet werden. Ponomarew hatte dieser Lösung zuletzt auch zugestimmt. Allerdings wollten die Pinguine dies am Ende nur noch unter der Voraussetzung, dass Ponomarew seine Anteile abgibt. Dies ist nun geschehen. «Da wir in der Saisonplanung drei Monate verloren haben, liegt jedoch noch ein hartes Stück Arbeit vor uns», kommentierte Roos. Bis zum 15. Februar müssen die Lizenzunterlagen für die neue DEL-Saison beantragt werden.

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