Prozesse
Messerattacken auf Fremde: Prozess wegen versuchten Mordes

Aus dem Nichts heraus werden zwei Männer plötzlich von hinten mit einem Messer attackiert - und mit Glück nicht lebensgefährlich verletzt. Nun steht der mutmaßliche Angreifer vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass er seine Opfer töten wollte.

Donnerstag, 06.02.2020, 00:51 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 05:06 Uhr
Das Landgericht in Bonn.
Das Landgericht in Bonn. Foto: Oliver Berg

Bonn (dpa/lnw) - Nach zwei Messerattacken auf zufällig ausgesuchte Opfer beginnt heute vor dem Bonner Landgericht der Prozess gegen einen 22-Jährigen wegen versuchten Mordes. Er soll im vergangenen August versucht haben, einem Mann die Kehle aufzuschlitzen. Der 30-Jährige wartete als Gast eines Beueler Bistros draußen auf seine Bestellung, als der Angeklagte ihn plötzlich von hinten mit einem Messer attackiert haben soll. Da das Opfer sich in diesem Moment umschaute, wurde es nur an Schulter und Wange verletzt.

Einige Tage später soll der Angeklagte am Beueler Rheinufer einen 27-Jährigen, der mit seiner Freundin auf einer Parkbank saß, von hinten mit einem scharfen Gegenstand angegriffen haben. Auch der 27-Jährige hatte sich noch rechtzeitig umgedreht, um die Attacke abzuwehren. Er erlitt Verletzungen an Schulter und Hals. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte in beiden Fällen den Plan seine Opfer zu töten.

Der 22-Jährige hatte bei seiner Vernehmung die Taten bestritten. Für den Prozess sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

Nachrichten-Ticker