Verkehr
Steigende Pendlerzahlen in NRW: auch in andere Bundesländer

Düsseldorf (dpa/lnw) - Immer mehr Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen pendeln zur Arbeit - auch über die Landesgrenzen hinweg. Rund 441 000 Arbeitnehmer mit einem Wohnsitz in einem anderen Bundesland pendelten im vergangenen Jahr regelmäßig für den Job nach NRW, wie aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, die die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann zusammengestellt hat. Demnach gab es am 30. Juni 2019 knapp sieben Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in NRW.

Donnerstag, 06.02.2020, 15:22 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 15:32 Uhr
Berufspendler fahren mit ihren Autos über die Zoobrücke nach Köln.
Berufspendler fahren mit ihren Autos über die Zoobrücke nach Köln. Foto: Rolf Vennenbernd

Die größte Zahl der Einpendler nach NRW kam den Daten zufolge aus Niedersachsen mit knapp 103 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigen. Aus Rheinland-Pfalz waren es gut 71 000 und aus Hessen gut 49 000 Arbeitnehmer. Im Gegenzug pendelten im vergangenen Jahr rund 344 000 Arbeitnehmer, die in NRW wohnen, regelmäßig zu ihrem Job in ein anderes Bundesland. Mit Abstand das häufigste Zielbundesland war dabei Niedersachsen, das gut 92 000 in NRW wohnende Arbeitnehmer ansteuerten. Es folgten Hessen (64 600) und Bayern (47 300).

Im Vergleich zum Jahr 2018 nahm die Zahl der Einpendler nach NRW um rund 10 500 und die Zahl der Auspendler aus NRW um rund 2 900 zu. Im Jahr 1999 gab es gut 302 000 Einpendler in NRW und knapp 180 000 Auspendler. Auch bundesweit stiegen die Zahlen deutlich an.

Auch innerhalb von Nordrhein-Westfalens nahm die Zahl der Pendler zuletzt deutlich zu: In Köln stieg die Zahl der Einpendler binnen acht Jahren um 36 Prozent auf 275 770 im Jahr 2018, wie aus Daten des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervorgeht. In Düsseldorf nahm die Zahl der Einpendler um 29 Prozent auf 258 480 ebenfalls deutlich zu. In Essen wurde auf der Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit im Achtjahreszeitraum ein Anstieg um 33 Prozent auf 126 320 Einpendler errechnet.

Auch die Zahl der Auspendler stieg deutlich: In Köln um 64 Prozent auf 125 160, im Rhein-Sieg-Kreis um 30 Prozent auf 123 970, in Recklinghausen um 35 Prozent auf 107 690, im Rhein-Erft-Kreis um 31 Prozent auf 103 750.

Nachrichten-Ticker