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Bastei Lübbe muss Millionen auf Games-Tochter abschreiben

Köln (dpa)- Für das Kölner Verlagshaus Bastei Lübbe wird der Einstieg in das Geschäft mit Computer-Spielen zum Millionengrab. Aufgrund der schwachen Geschäftsentwicklung in dem vor einigen Jahren aufgebauten Computerspiel-Bereich muss der Verlag Wertberichtigungen von 12 bis 14 Millionen Euro auf seine 51-prozentige Beteiligung am Spieleentwickler Daedalic Entertainment vornehmen. Der Konzernvorstand prüft nun die Optionen zur Restrukturierung und Neuausrichtung des Geschäftsmodells in diesem Bereich, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte

Freitag, 07.02.2020, 12:10 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 12:22 Uhr

Die Abschreibungen werden tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen. Hatte der Konzern für das laufende Geschäftsjahr bisher mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,5 bis 5,3 Millionen Euro gerechnet, so geht er nun von einem Verlust von bis zu 10,5 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern aus. Auf das Kerngeschäft mit Büchern, Hörbüchern und Romanheften oder auf die Liquidität von Bastei Lübbe habe das keinen Effekt, betonte das Unternehmen.

Bastei Lübbe ist vor allem durch seine Beststellerautoren Dan Brown und Ken Follett sowie Heftchenromane wie «Jerry Cotton» oder «Der Bergdoktor» bekannt. Die vergangenen Jahre waren für das Unternehmen nicht leicht. Der Anfang des Jahrzehnts gestartete Versuch, aus dem deutschen Publikumsverlag innerhalb weniger Jahre einen internationalen Medienkonzern zu schaffen, scheiterte krachend. Die Folge waren zeitweise hohe Verluste. Doch gelang Bastei Lübbe 2018 die Rückkehr in die Gewinnzone.

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