Gesundheit
Telenotärzte in ganz NRW geplant

Notärzte sollen auch aus der Ferne helfen können. Der NRW-Gesundheitsminister setzt sich für sogenannte Telenotärzte ein und will das System flächendeckend einzuführen.

Dienstag, 11.02.2020, 00:01 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 05:04 Uhr
Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz.
Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa/lnw) - Viele Rettungsteams in Nordrhein-Westfalen sollen künftig einen Notarzt per Videoschalte an Bord haben können. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will gemeinsam mit Vertretern von Krankenkassen, kommunalen Spitzenverbänden und der Ärztekammer heute eine Absichtserklärung über die sogenannten Telenotärzte unterschreiben. Ziel sei es, das System flächendeckend einzuführen, teilte das Ministerium mit.

Telenotärzte können durch eine Live-Schaltung in Bild und Ton in Rettungswagen zugeschaltet werden. Dabei können auch Patientendaten wie Blutdruck, Puls oder Atmung übertragen werden. Die Notärzte sollen dadurch in der Lage sein, eine erste medizinische Einschätzung abzugeben. Die Stadt Aachen nutzt das von der RWTH Aachen maßgeblich mitentwickelte System bereits seit 2014.

In Nordrhein-Westfalen gibt es große regionale Unterschiede bei der ärztlichen Versorgung. Nach Daten des Bundesarztregisters mit Stand Ende 2018 ist das Arztnetz in Bonn mit 325,6 Ärzten pro 100 000 Einwohnern am dichtesten. Deutlich schlechter versorgt sind ländliche Regionen. Schlusslicht in NRW war der Kreis Gütersloh (125,3). Dort gab es nur 125,3 Ärzte pro 100 000 Einwohner.

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