Brauchtum
Karnevalisten gedenken der Opfer von Hanau

Köln (dpa) - Das Kölner Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau und die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker haben am Donnerstag mit einem Schweigemoment der Opfer von Hanau gedacht. Im Historischen Rathaus hielten die Karnevalisten inne, bevor sie anschließend um 11.11 Uhr den Straßenkarneval offiziell eröffnen wollten. Bei der Gewalttat im hessischen Hanau hatte ein Mann am Mittwochabend zehn Menschen und sich selbst getötet.

Donnerstag, 20.02.2020, 10:38 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 10:52 Uhr

Reker sprach den Angehörigen der Opfer, den Verletzten und allen Hanauern ihre tief empfundene Anteilnahme aus. «Hier in Köln wollen wir in den kommenden Tagen das Leben feiern, wie wir es jedes Jahr machen», sagte die parteilose Politikerin, die 2015 selbst von einem fremdenfeindlichen Attentäter lebensgefährlich verletzt worden war. Das «furchtbare Ereignis» in dem nur 200 Kilometer entfernten Hanau bedrücke alle Feiernden «auf ganz besondere Weise», sagte Reker.

Der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn, von Beruf Beerdigungsunternehmer, sagte: «Im Leben und vor allen Dingen im Karneval sind die Momente der überschäumenden Freude und des Feierns und die der Trauer und die stillen Momente immer nah beieinander. Heute, in den Stunden, überwiegt bei uns allen, glaube ich, die Fassungslosigkeit.»

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