Kriminalität
SPD: Esken und Walter-Borjans sagen Karnevalsbesuch ab

Köln (dpa) - Die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben wegen des Anschlags in Hanau einen geplanten Besuch beim Kölner Karneval abgesagt. Das bestätigte eine SPD-Sprecherin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Esken und Walter-Borjans waren unter anderem bei der Verleihung des «Närrischen Oscars» im Kölner Neven-DuMont-Haus eingeladen.

Donnerstag, 20.02.2020, 14:17 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 14:32 Uhr
Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, wartet neben Norbert Walter-Borjans, Bundesvorsitzender der SPD, auf den Beginn der Klausur des SPD-Parteivorstands im Willy-Brandt-Haus.
Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, wartet neben Norbert Walter-Borjans, Bundesvorsitzender der SPD, auf den Beginn der Klausur des SPD-Parteivorstands im Willy-Brandt-Haus. Foto: Michael Kappeler

Dem «Kölner Stadt-Anzeiger», der zu DuMont gehört, sagte Walter-Borjans zu seiner Absage: «Es ist furchtbar, und ich will den Jecken in Köln und anderswo den Spaß an d'r Freud nicht nehmen. Erst recht nicht, wenn es darum geht, dass sie damit ein Bekenntnis zum Leben und leben lassen ablegen. Wir würden diese Überzeugung in anderen Teilen des Landes aber nur schwer vermitteln können.» Walter-Borjans riet den Kölnern, dennoch zu feiern - um «Toleranz zu leben und offensiv zu zeigen». Der SPD-Chef sagte weiter: «In diesem Sinne ein trotziges Alaaf.»

Wie die SPD-Sprecherin sagte, plant Esken, am Abend an einer Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin teilzunehmen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte bei Twitter zu der Mahnwache aufgerufen.

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