Notfälle
Tödlicher Unfall in Köln: Frau von Zug überrollt

Am ersten Tag des Kölner Straßenkarnevals kommt eine Frau ums Leben. Ob sie selbst mitfeierte, war zunächst unklar. Die Jecken in der Stadt bereiten der Polizei einige Arbeit.

Freitag, 21.02.2020, 06:14 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 06:22 Uhr
Ein Dachschild mit der Aufschrift "Notarzt" steht auf einem Einsatzwagen eines Notarztes.
Ein Dachschild mit der Aufschrift "Notarzt" steht auf einem Einsatzwagen eines Notarztes. Foto: Lino Mirgeler

Köln (dpa/lnw) - Mitten im Kölner Karnevalsgeschehen ist am Donnerstagabend eine Frau am Bahnhof Köln-Ehrenfeld ins Gleis gestürzt und von einem Zug überrollt worden. Zeugen berichteten, dass die 29-Jährige vor dem tödlichen Unfall torkelnd in die Gleise gefallen sei, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Ob die Frau an Weiberfastnacht selbst Karneval gefeiert hatte, war zunächst unklar. Bei der Obduktion solle auch geklärt werden, ob sie unter Alkoholeinfluss stand.

Der Zug, der die Frau überrollt hatte, sei komplett geräumt worden, teilte die Feuerwehr mit. Augenzeugen mussten vom Rettungsdienst betreut werden. Insgesamt waren mehr als 40 Helfer mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Wegen des Notarzteinsatzes im Gleis fielen am Abend zahlreiche Regionalzüge aus.

In den späten Nachmittags- und Abendstunden kam es in der Stadt durch zunehmenden Alkoholkonsum zu Schlägereien, wie die Kölner Polizei am späten Donnerstagabend mitteilte. Immer wieder sei ein «deutliches» Eingreifen und die Präsenz von Polizistinnen und Polizisten nötig gewesen.

Bis 21.30 Uhr wurden von der Landespolizei 51 Menschen in Gewahrsam genommen, zum Beispiel zur Ausnüchterung oder um Straftaten zu verhindern. Die Polizisten schrieben 85 Strafanzeigen, fast die Hälfte davon wegen Körperverletzungen. Wegen sexueller Belästigung nahm die Polizei acht Strafanzeigen auf, sechs der Tatverdächtigen wurden festgenommen. Die Landespolizei war seit den Morgenstunden mit rund 1000 Kräften im Einsatz.

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