Krankheiten
Coronavirus: Städte richten Diagnose-Zentren ein

Düsseldorf (dpa/lnw) - Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen richten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Diagnosezentren ein. So nahmen am Montag spezielle Zentren in Düsseldorf und Köln die Arbeit auf, zuvor waren schon in Gangelt im Kreis Heinsberg, sowie in Kleve Stellen eingerichtet worden, an denen sich Patienten auf das neuartige Virus testen lassen können. Durch diesen Schritt sollen Hausarztpraxen entlastet und deren Personal geschützt werden.

Montag, 02.03.2020, 15:11 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 15:22 Uhr
Ein Schild mit der Aufschrift «Kein Zugang zur Isolation» .
Ein Schild mit der Aufschrift «Kein Zugang zur Isolation» . Foto: Sven Hoppe

In Gangelt, wo sich besonders viele Menschen ansteckten und unter Quarantäne stehen, bildeten sich am Montag teils lange Schlangen vor der abgesperrten Turnhalle einer Gesamtschule, in der die Patienten getestet werden. Wie die Kommune mitteilte, entnehmen dort Ärzte des Deutschen Roten Kreuzes Proben. Patienten dürfen die Einrichtung allerdings erst aufsuchen, wenn sie von einem Hausarzt überwiesen worden sind.

In Kleve wurde eine Fieberambulanz in einem Zelt am St.-Antonius-Hospital eröffnet. Dort arbeiten rund um die Uhr Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungsmitarbeiter in Schutzkleidung, wie ein Sprecher des zuständigen Katholischen Karl-Leisner-Klinikums mitteilte. Die Ambulanz diene ausschließlich zur Diagnostik und nicht zur Behandlung der Patienten. Menschen mit Fieber, Husten und Schnupfen oder Krankheitsgefühl können sich dort einem Grippeschnelltest unterziehen – fällt dieser negativ aus, folgt ein Test auf das Coronavirus.

In Düsseldorf werden seit Montag Proben zentralisiert im Gesundheitsamt entnommen, ab Mittwoch sollen Verdachtsfälle dann in einem neu errichteten Diagnosezentrum getestet werden. Auch in Köln wurde an der Uniklinik am Montag ein Infektionszentrum eingerichtet.

Nachrichten-Ticker