Gesundheit
Landrat Pusch: Auch Heinsberg weicht von RKI-Empfehlung ab

Heinsberg (dpa/lnw) - Nach Aachen schickt jetzt auch der Kreis Heinsberg medizinisches Personal, das in Kontakt mit Coronavirus- Infizierten war, nicht mehr automatisch in Quarantäne. Die Richtlinie des Robert Koch-Instituts führe dazu, dass nach und nach immer mehr medizinisches Personal nicht mehr arbeiten dürfe, sagte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch in einem Facebook-Video. «Das heißt also Arztpraxen, Kliniken haben massiv Probleme, den Betrieb aufrecht zu erhalten», sagte Pusch. Jetzt dürften Betroffene unter Einhaltung strenger Schutzvorschriften weiterarbeiten.

Mittwoch, 04.03.2020, 12:32 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 12:42 Uhr
Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg.
Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg. Foto: Henning Kaiser

Zuvor hatten Stadt und Region Aachen die Richtlinie für die Krankenhäuser aufgehoben, nachdem das Virus bei einer Pflegekraft auf der Frühgeborenenstation nachgewiesen worden war. Sonst hätten nach der RKI-Regelung 45 Kontaktpersonen 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden müssen. Damit wäre die Arbeit auf der Intensivstation der Universitätsklinik zum Erliegen kommen, hatte die Klinik betont.

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