Telekommunikation
United Internet peilt stabile Geschäfte an

Montabaur (dpa) - Der Telekommunikationsanbieter United Internet hat sich für das laufende Jahr eine stabile Geschäftsentwicklung vorgenommen und will wieder eine deutlich erhöhte Dividende zahlen. Die Ausschüttung für das vergangene Jahr soll 0,50 Euro je Aktie betragen, wie der MDax-Konzern am Mittwoch in Montabaur mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte es nur 5 Cent Dividende gegeben, weil United Internet mit seiner Telekommunikationstochter 1&1 Drillisch 2019 teure Mobilfunkfrequenzen für den neuen 5G-Datenfunk ersteigert hat. Konzernchef Ralph Dommermuth besitzt rund 42,5 Prozent der United-Internet-Aktien.

Mittwoch, 25.03.2020, 21:15 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 21:22 Uhr
Euro-Münzen auf Euro-Banknoten.
Euro-Münzen auf Euro-Banknoten. Foto: Tobias Hase

Umsatz und Ergebnis von United Internet sollen sich in diesem Jahr etwa auf dem Niveau von 2019 bewegen. Da stieg der Erlös um 1,8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. United Internet macht derzeit ein schleppendes Hardware-Geschäft bei Smartphones und Tablets der Tochter 1&1 Drillisch zu schaffen, zudem reduziert das Unternehmen die Online-Werbeflächen bei den Privatkundenangeboten wie GMX und Web.de.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um 5,4 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Das war allerdings der geänderten Rechnungslegung bei Leasingverhältnissen zu verdanken, ohne diese wäre das operative Ergebnis um knapp 2 Prozent gesunken.

Unter dem Strich stand ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 396,4 Millionen Euro. Je Aktie stieg er auf 2,13 Euro nach 94 Cent ein Jahr zuvor. Vor allem die schwache Aktienkursentwicklung bei der Beteiligung Tele Columbus hatte United Internet 2018 hohe Wertminderungen eingebrockt.

Die Telekommunikationstochter 1&1 Drillisch, mit der United-Internet-Chef Ralph Dommermuth die etablierten Netzanbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland angreifen will, steigerte die Zahl der Kundenverträge auf Jahressicht um 790 000. Bei 1&1 Drillisch allein stieg der Umsatz um 1,1 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro, das operative Ergebnis sank um mehr als 5 Prozent auf 683,5 Millionen Euro.

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