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Corona-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff: Rückholaktion startet

Canberra/Bonn (dpa) - Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: «Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien.» Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

Samstag, 28.03.2020, 14:35 Uhr aktualisiert: 28.03.2020, 14:42 Uhr
Medizinischer Mundschutz liegt auf einem Tisch.
Medizinischer Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die Gesundheitsbehörden seien jetzt noch einmal an Bord der «MS Artania» gewesen und hätten weitere Proben genommen. Das Ergebnis sei nicht vor morgen zu erwarten, sagte Krumpen. Alle Gäste seien in ihren Kabinen und würden dann am nächsten Tag mit einem Transfer zum Flughafen gebracht. «Es ist sicher, dass die dann hier 14 Tage in häusliche Quarantäne kommen», sagte Krumpen.

An Bord des vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs besteht bei mindestens 46 Menschen Verdacht auf das Coronavirus. Es handele sich um 30 Passagiere und 16 Crewmitglieder, sagte der Regierungschef des Bundesstaats von Westaustralien, Mark McGowan, am Samstag vor Journalisten in Perth und sprach von einer «dringenden Situation».

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