Wirtschaftspolitik
Bezirksregierung warnt Unternehmer vor Corona-Betrugsmasche

Münster (dpa/lnw) - Die Bezirksregierung in Münster warnt Unternehmer vor einer Betrugsmasche im Zusammenhang mit Soforthilfe-Anträgen wegen der Corona-Krise. Laut Mitteilung von Mittwoch geben sich vermehrt Betrüger als Mitarbeiter der Behörde aus, um von Unternehmen, die Anträge auf Soforthilfe gestellt haben, einen Vorschuss und Bearbeitungsgebühren einzutreiben. Dazu rufen die Täter bei Unternehmen an, bei denen Wahrscheinlichkeit groß ist, dass sie finanzielle Hilfe benötigen. Damit der Zuschuss ausgezahlt wird, sollen die Firmen angeblich vorab 150 Euro zahlen.

Mittwoch, 01.04.2020, 13:20 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 13:32 Uhr
Ein abgelegter Telefonhörer.
Ein abgelegter Telefonhörer. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Bezirksregierung stellte klar: Es gibt kein Vorschuss-System und keine Bearbeitungsgebühren. Die Anträge können kostenlos seit dem 27. März gestellt werden. Nach Angaben der Behörde, die für das Münsterland und Teile des Ruhrgebiets verantwortlich ist, sind seitdem (Stand 31. März) 39 000 Anträge eingegangen.

Bund und Land bieten mehrere Programme an, um Freiberufler, Solo-Selbstständige und andere Kleinunternehmern in der Corona-Krise finanziell unter die Arme zu greifen.

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