Gesundheit
Kreuzfahrtschiff von Bonner Veranstalter noch in Australien

Canberra/Bonn (dpa) - Die nähere Zukunft eines nach Corona-Fällen vor Australien ankernden Kreuzfahrtschiffes ist nach Angaben des deutschen Reiseveranstalters weiterhin unklar. Es liege noch kein Zeitplan für eine Abreise aus den westaustralischen Gewässern vor, sagte eine Sprecherin des Bonner Unternehmens Phoenix Reisen am Donnerstag. «Die nächsten Tage sehen so aus, dass weiter zwischen Reederei und Behörden gesprochen wird.» Das bedeute: Man müsse warten.

Donnerstag, 02.04.2020, 14:14 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 14:22 Uhr
Das Kreuzfahrtschiff «MS Artania» (undatiert).
Das Kreuzfahrtschiff «MS Artania» (undatiert). Foto: -

Die «Artania», bekannt aus der ARD-Dokuserie «Verrückt nach Meer», liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren.

Die meisten der mehr als 800 Passagiere wurden mittlerweile zurück nach Deutschland geflogen. Der Regierungschef des Bundesstaates Westaustralien fordert aber, dass auch das Schiff schnellstmöglich zurück nach Deutschland fährt. Er wolle nicht, dass die «Artania» andere Schiffe anziehe, nur weil sie im Hafen von Fremantle habe anlegen dürfen.

An Bord befindet sich nach Angaben des deutschen Reiseveranstalters nur noch die Besatzung. Von den zunächst 16 verbliebenen Passagieren, die nicht hatten zurückfliegen wollen, seien 12 nun in einem Hotel in Perth untergebracht, so die Sprecherin. Sie hätten aufgrund der Vorgaben der Behörden von Bord gehen müssen.

Vier weitere Menschen, die man zunächst zu den Passagieren gezählt habe, blieben weiterhin auf dem Schiff. Sie übernahmen demnach neben ihrer Reise auch «Aufgaben» an Bord - zum Beispiel Künstler. Daher zählten sie nun zur Crew, die auf dem Schiff bleiben dürfe.

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