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Wissenschaftler: Alten- und Pflegeheime weiter schützen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Bewohner von Alten- und Pflegeheimen müssen in der Corona-Krise nach Ansicht von Hygiene-Professor Martin Exner weiter streng geschützt werden. In bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens könne man unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln die Auflagen zwar «kontrolliert zurückfahren», sagte der Bonner Wissenschaftler am Donnerstag. Aber in Alten- und Pflegeheimen müsse aber weiterhin eine «restriktive Politik» aufrechterhalten werden.

Donnerstag, 09.04.2020, 12:21 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 12:33 Uhr
Martin Exner (r), Hygiene-Professor, spricht, Hendrik Streeck (M) und Gunther Hartmann, hören zu.
Martin Exner (r), Hygiene-Professor, spricht, Hendrik Streeck (M) und Gunther Hartmann, hören zu. Foto: Federico Gambarini

Es sei «nicht auszuschließen, dass eine längere Zeit der Abstinenz zu den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen aufrechterhalten werden muss», sagte Exner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bonner Virologen Hendrik Streeck. Das Tragen eines Mundschutzes sei in Altenheimen ganz besonders wichtig. Daher seien besonders in diesem Bereich Investitionen in Schutzmaterial notwendig.

Exner hielt es auch für möglich, Abiturprüfungen abzuhalten, wenn Abstand eingehalten werde und Hygiene-Maßnahmen eingehalten würden.

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