Gesundheit
Einreise der Erntehelfer: Unklar, wie viele in NRW bleiben

Bonn (dpa/lnw) - Der Verband der Obst- und Gemüsebauer hat keine Informationen, wie viele der am Donnerstag mit dem Flugzeug in Düsseldorf ankommenden Saisonarbeiter in Nordrhein-Westfalen bleiben. Einige der Helfer gingen nach Niedersachsen und Bayern, sagte Peter Muß, Sprecher des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, am Donnerstag in Bonn.

Donnerstag, 09.04.2020, 12:45 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 12:52 Uhr
Erntehelfer ernten auf einem Feld den ersten Spargel.
Erntehelfer ernten auf einem Feld den ersten Spargel. Foto: Jens Büttner

Der Verband wies darauf hin, dass es strenge Regeln für eine quarantäneähnliche Unterbringung der neu eintreffenden Erntehelfer aus Rumänien gebe. Die Unterkünfte müssten sich auf dem Betriebsgelände der Landwirte befinden und dürften vierzehn Tage lang nur halb belegt werden. Die Nutzung von Küchen und Sanitärräumen dort sei komplett getrennt und reglementiert, es müsse in jedem Zimmer ein Desinfektionsspender stehen.

Eine Sonderregelung macht trotz der Corona-Bestimmungen die Einreise von Saisonarbeitern möglich. «Die Landwirte und Gärtner sind froh, dass es überhaupt eine Möglichkeit gibt, Helfer ins Land zu holen», sagte Muß. Die Flüge werden von den Landwirten bezahlt.

Die Helfer werden unter anderem dringend benötigt bei der angelaufenen Spargelernte: Jede Stange wird von Hand geerntet. Außerdem ist jetzt die Zeit, um die Weichen im Gemüseanbau zu stellen. Unter anderem müssen Salate, Kohl und Kräuter gepflanzt werden. Das Rheinland mit seinem milden Klima ist eines der Hauptanbaugebiete für Obst und Gemüse. Der Provinzialverband hat 800 Mitglieder.

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