Verkehr
Polizei will «Car-Freitag» der Tuning-Szene verhindern

In diesem Jahr hat die Polizei wegen der Corona-Maßnahmen besonders viel dagegen, dass sich am stillen Feiertag Menschen ihre fein zurechtgemachten Autos zeigen. Am diesjährigen «Car-Freitag» wollen die Behörden verstärkt kontrollieren.

Freitag, 10.04.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 10.04.2020, 05:02 Uhr
Eine Polizistin kontrolliert die Reifen eines Wagens.
Eine Polizistin kontrolliert die Reifen eines Wagens. Foto: Caroline Seidel

Dortmund (dpa/lnw) - Die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen wollen am Karfreitag wegen des Corona-Kontaktverbots Treffen der Tuning-Szene verhindern. Der «Car-Freitag» genannte Tag gilt in der Szene traditionell als Saisonauftakt. Mehrere Behörden kündigten verstärkte Kontrollen an.

Die Polizei Dortmund riet den Angehörigen der Raser-, Poser- und Autotuning-Szene, «besser zu Hause zu bleiben» und nicht nach Dortmund zu kommen. Verstöße wie illegale Fahrwerks-Veränderungen oder Geschwindigkeitsüberschreitungen würden mit aller Konsequenz geahndet.

Die Duisburger Polizei will verstärkt das Tempo messen und die Technik überprüfen. Einen Schwerpunkteinsatz plant auch die Gelsenkirchener Polizei. Die Stadt Paderborn erließ wieder eine Allgemeinverfügung, die jegliche Treffen der Tuning-Szene verbietet.

Im vergangenen Jahr hatte die Polizei massiv kontrolliert. So wurden etwa im Kreis Recklinghausen 382 Fahrzeuge unter die Lupe genommen. Zehn Autos wurden wegen illegaler technischer Veränderungen einkassiert. Die Beamten registrierten 157 Tempoverstöße.

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