Gesundheit
NRW öffnet sich: Ab Montag Erleichterungen im Corona-Alltag

Hanteln stemmen, essen gehen, Freunde treffen: Vieles wird in NRW ab Montag wieder möglich. Die Corona-Beschränkungen werden in vielen Bereichen gelockert. Aber die Auflagen sind weiterhin streng.

Montag, 11.05.2020, 06:24 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 06:32 Uhr
Der Eisdielen-Inhaber Adriano Maccagnan säubert die Stühle seines Cafes.
Der Eisdielen-Inhaber Adriano Maccagnan säubert die Stühle seines Cafes. Foto: Marius Becker

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Corona-Alltag für die Menschen in Nordrhein-Westfalen wird von Montag an wieder etwas leichter. Viele Beschränkungen etwa für gastronomische Betriebe, Geschäfte und im Sport werden gelockert. Es gelten aber strenge Hygiene-Vorschriften, der Mindestabstand von 1,5 Metern und weitgehend Maskenpflicht.

Auch die Kontaktbeschränkungen werden gelockert. So dürfen sich ab Montag Angehörige aus zwei Haushalten wieder treffen. Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen dürfen im Innen- und Außenbereich öffnen. Traurige Ausnahme ist der Kreis Coesfeld: Wegen hoher Neuinfektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb wurden dort die Lockerungen größtenteils um eine Woche verschoben. Das gilt nicht für Schulen und Kitas.

In die Schulen im Land kommt wieder mehr Leben: In den Grundschulen sollen ab Montag alle vier Jahrgänge in einem rollierenden System tageweise unterrichtet werden. Auch an weiterführenden Schulen kehren mehrere Jahrgänge zurück - wie etwa die Jugendlichen an Gymnasien und Gesamtschulen, die im nächsten Schuljahr 2020/21 ihr Abitur ablegen. An Haupt-, Real- und Sekundarschulen sollen nach und nach auch die Jahrgänge 5 bis 9 wieder tageweise Präsenzunterricht bekommen. Warten müssen dagegen noch die Gesamtschüler und Gymnasiasten der Stufen 5 bis 10. Sie sollen erst Ende Mai wieder die Schulen betreten, wenn die Hauptphase der Abiturprüfungen vorbei ist.

Unabhängig von ihrer Größe dürfen alle Geschäfte unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ist eine Person erlaubt. Für «körpernahe Dienstleistungen» wie Massagestudios, Kosmetik- und Tattoo-Studios müssen Infektionsschutzkonzepte erarbeitet werden.

Auch Fitnessstudios, Tanzschulen, Sporthallen sowie Kursräume der Sportvereine dürfen wieder öffnen. Umkleideräume und Sanitäranlagen bleiben aber geschlossen. Kontaktarmer Breitensport wie Tennis oder Golf sowie Trainingsbetrieb im Freien sind schon seit Donnerstag wieder möglich. In Tanzschulen muss man mit einem festen Tanzpartner tanzen.

Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen unter Auflagen auch zu touristischen Zwecken wieder genutzt werden. Freizeitparks, Ausflugsschiffe, Fahrrad- und Bootsverleihe dürfen öffnen. In der Kultur sind kleinere Konzerte und andere öffentliche Aufführungen unter freiem Himmel sowie mit strengen Auflagen auch in Gebäuden wieder möglich. Zulässig sind nicht mehr als 100 Zuschauer. In Musikschulen sind neben Einzelunterricht auch Ensembles mit maximal sechs Teilnehmern erlaubt.

Die Kindertagesbetreuung in NRW wird ab dem 14. Mai (Donnerstag) stufenweise ausgeweitet. Die Öffnung von Hotels und Pensionen für Touristen ist ab kommender Woche (18. Mai) vorgesehen.

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