Gesundheit
Kölner Mediziner: Remdesivir-Studie kommt voran

Köln (dpa) - Eine Studie zum Medikament Remdesivir zur Bekämpfung der Corona-Erkankung kommt nach Angaben des Kölner Studienleiters voran. Die Studie sei «in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium», sagte der Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln, Gerd Fätkenheuer, dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Montag). Er leitet den deutschen Teil der Studie eines internationalen Konsortiums zur Erforschung von Remdesivir.

Sonntag, 10.05.2020, 17:13 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 17:22 Uhr
Der Leiter der Klinischen Infektiologie an der Uniklinik Köln, Gerd Fätkenheuer.
Der Leiter der Klinischen Infektiologie an der Uniklinik Köln, Gerd Fätkenheuer. Foto: Marius Becker

Das Medikament gilt als ein mögliches Mittel zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen. Die USA haben eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass er bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann. In Deutschland ist das Mittel innerhalb eines vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigten Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet.

Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

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