Nach Corona-Ausbruch
Schlachthof in Groenlo: 54 Infizierte im Kreis Borken

Kleve/Borken/Groenlo -

Nach einem Corona-Ausbruch in einem grenznahen Schlachthof in den Niederlanden mit vielen in Deutschland untergebrachten Infizierten liegen den Kreisgesundheitsämtern nun genauere Daten vor. Viele sind im Kreis Borken untergebracht.

Dienstag, 26.05.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 18:54 Uhr
Nach Corona-Ausbruch: Schlachthof in Groenlo: 54 Infizierte im Kreis Borken
Der Eingang zum Firmengelände des Lebensmittel-Herstellers Vion im Niederländischen Groenlo. In dem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland wurden 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: dpa

26 Arbeiter, die positiv auf das Virus getestet wurden, wohnen demnach im Kreis Kleve, wie es in einer Mitteilung hieß. 54 weitere Corona-Infizierte aus dem niederländischen Schlachtbetrieb sind im Kreis Borken untergebracht. Das hat ein Abgleich der übermittelten Personendaten aus den Niederlanden mit den Ergebnissen eigener Testungen ergeben. So sollten doppelte Zählungen vermieden werden.

20 Neuinfektionen in Gronau

Das Gesundheitsamt des Kreises Borken hatte im Zuge der Ausbrüche an NRW-Schlachthöfen selbst in den Unterkünften der Fleischindustrie-Arbeiter Tests durchgeführt. So waren dem Kreisgesundheitsamt 23 Arbeiter bereits als Infizierte bekannt. Demzufolge sind nach den Testungen in Groenlo 31 Neu-Infizierte im Kreis zu verzeichnen, 20 von ihnen wohnen in Gronau . Weitere leben in Isselburg (5), Borken (2), Südlohn (3) und Bocholt (1).

Der Kreis Coesfeld hatte bereits am Montag angegeben, dass es keine Betroffenen im Kreis gebe.

147 Mitarbeiter der Fabrik in Groenlo wurden bisherigen Angaben zufolge positiv auf das Virus getestet, die Mehrheit davon wohnt in Deutschland. Die Kreisgesundheitsämter auf deutscher Seite müssen nun Sorge dafür tragen, dass die Quarantänevorschriften eingehalten werden.

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