Kriminalität
Mann soll unrechtmäßig Corona-Hilfe kassiert haben: Anklage

Saarbrücken/Arnsberg (dpa) - Ein Mann soll zu Unrecht 27 000 Euro Corona-Hilfen unter anderem aus NRW kassiert haben - die Staatsanwalt Saarbrücken hat Anklage erhoben. Der Verdächtige aus Saarbrücken soll im April Corona-Hilfen für Kleinstunternehmer beziehungsweise Soloselbstständige beantragt haben, wie die Ermittlungsbehörde am Freitag mitteilt. Dabei soll er wahrheitswidrig bei der Bezirksregierung Arnsberg, der Regierung von Niederbayern sowie der Investitionsbank Berlin angegeben haben, in deren Zuständigkeitsbereich unternehmerisch tätig zu sein. Insgesamt habe der Verdächtige sich dadurch 27 000 Euro erschlichen.

Freitag, 05.06.2020, 12:53 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 13:02 Uhr
Ein Frau schaut auf eine gefälschte Internetseite, auf der zu lesen ist: "Antrag auf NRW-Soforthilfe 2020 an die Bezirksregierung".
Ein Frau schaut auf eine gefälschte Internetseite, auf der zu lesen ist: "Antrag auf NRW-Soforthilfe 2020 an die Bezirksregierung". Foto: Martin Gerten

Eine Bank hatte laut Staatsanwaltschaft den 35-Jährigen wegen des Verdachts auf Geldwäsche angezeigt, dadurch kamen die Ermittlungen ins Rollen. Der Verdächtige sei am 27. Mai festgenommen worden und befinde sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Mann sei geständig.

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