Fußball
Can: Sancho «ein super Junge» - muss «erwachsener werden»

Dortmund (dpa) - Nationalspieler Emre Can hat seinen Dortmunder Teamkollegen Jadon Sancho nach dessen Friseur-Fehltritt in Schutz genommen. «Bei solchen Sachen muss er einfach schlauer sein, erwachsener sein, erwachsener werden. Solche Fehler darf er sich in Zukunft nicht mehr leisten, wir sind als Mannschaft da auch verantwortlich», sagte Can nach dem 1:0 (0:0) des BVB gegen Hertha BSC am Samstagabend bei Sky. Er glaube aber nicht, dass der 20-jährige Engländer «das extra macht, das ist ihm vielleicht manchmal nicht bewusst. Vielleicht vertraut er in manchen Dingen zu sehr anderen Menschen. Das muss er in Zukunft lernen.»

Samstag, 06.06.2020, 21:15 Uhr aktualisiert: 06.06.2020, 21:22 Uhr
Emre Can (r) von Borussia Dortmund freut sich nach dem Sieg gegen Hertha BSC.
Emre Can (r) von Borussia Dortmund freut sich nach dem Sieg gegen Hertha BSC. Foto: Lars Baron

Sancho und Manuel Akanji (24) hatten sich unter der Woche daheim von einem Star-Friseur die Haare schneiden lassen und dabei gegen die strengen Corona-Bestimmungen verstoßen. Die Deutsche Fußball Liga verhängte eine Geldstrafe, Sancho zeigte mit einem Tweet wenig Einsicht. BVB-Trainer Lucien Favre beorderte beide gegen Berlin in die Startelf. «Man muss Jadon ein bisschen führen. Trotz der Dinge, die er manchmal macht, ist er ein super Junge, auch außerhalb des Platzes», sagte Can.

Im Anschluss plädierte der 26-Jährige für den Verbleib von Favre in Dortmund. «Er ist ein großartiger Trainer, zu 100 Prozent. Es wird manchmal gemeckert und über den Trainer geredet, was ich persönlich nicht verstehen kann», sagte Can. «Wenn man die Punkteausbeute in der Rückrunde sieht, da haben wir bis auf zwei Spiele immer gepunktet. Er ist ein großartiger Trainer, der zu 100 Prozent zum BVB passt und ich hoffe, dass ich noch mehrere Jahre mit ihm hier arbeiten kann.» Favre lobte seinen Mittelfeldspieler, der am Samstag in der Abwehr spielte, als einen der «Leader, die sagen, du musst das so oder so machen. Das ist nötig.»

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