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Duisburger Güterbahnhof: Online-Bürgerbeteiligung geplant

Duisburg (dpa/lnw) - Diesmal soll es klappen: In einem aufwendigen Verfahren will die Stadt Duisburg das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in der Innenstadt entwickeln. Zu trauriger Berühmtheit war die 30 Hektar große Fläche 2010 gelangt, als dort bei der Loveparade 21 junge Menschen zu Tode gedrückt wurden. Zuletzt hatte ein Investor dort ein Outlet-Center geplant. In einem Bürgerentscheid im September 2017 stimmte jedoch eine knappe Mehrheit dagegen.

Dienstag, 09.06.2020, 17:55 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 18:02 Uhr

Jetzt also ein neuer Anlauf, bei dem die Vorschläge und Wünsche der Duisburger eine wichtige Rolle spielen sollen. Wegen der Corona-Pandemie sollen sie ab Juli ihre Ideen online über eine eigene Homepage einreichen, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Sie sollen in einen städtebaulichen Wettbewerb zur Entwicklung der Brachfläche einfließen. An dem Wettbewerb werden Teams aus Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung teilnehmen. Im März 2021 soll dann eine Jury den Gewinner-Entwurf küren.

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Gebag hatte das Gelände im Oktober 2018 von dem Investor gekauft. Laut Gebag soll das Projekt im Jahr 2030 abgeschlossen sein.

Bei einer Bürgerveranstaltung Ende 2019 hatten Teilnehmer unter anderem den Bau eines autofreien Quartiers und die Etablierung eines soziokulturellen Zentrums mit Möglichkeiten für Start-ups vorgeschlagen.

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