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Corona-Schutz: Tantra-Massagen bleiben verboten

Düsseldorf (dpa/lnw) - Tantra-Massagen bleiben wegen der Corona-Pandemie als sexuelle Dienstleistungen verboten. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht beschlossen, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte. Das Verbot durch die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sei auch im Vergleich zu erlaubten Massagen gerechtfertigt.

Mittwoch, 01.07.2020, 11:42 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 11:52 Uhr
Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz.
Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck

Es sei lebensfremd anzunehmen, dass die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung während der Erbringung einer sexuellen Dienstleistung umgesetzt werde, befand das Gericht. Unrealistisch sei auch die Annahme, die Kundenkontaktdaten könnten zuverlässig erhoben werden.

Schließlich bestünden erhebliche Zweifel, dass die Betriebsräume ausreichend belüftet werden könnten, denn die Fenster der Massageräume seien blickdicht verklebt und zur Vermeidung von Geräuschen während der Massage geschlossen zu halten.

Damit verlor die Antragstellerin aus Düsseldorf im Eilverfahren. Gegen die Entscheidung ist noch Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht möglich (Az.: 7 L 1186/20).

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