Prozesse
Säugling gequält: Drei Jahre Haft für Vater

Bonn (dpa/lnw) - Weil er seinen drei Wochen alten Säugling körperlich misshandelt hat, muss ein 27 Jahre alter Mann drei Jahre in Haft. Der Lkw-Fahrer nahm am Freitag vor dem Bonner Landgericht die Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts zurück. Damit ist es rechtskräftig.

Freitag, 03.07.2020, 17:03 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 17:12 Uhr
Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert

Der Angeklagte hatte in der Weihnachtszeit 2018, während die Mutter des Kindes schlief, dem kleinen Sohn wiederholt ins Gesicht geschlagen, ihm gegen die Brust gedrückt oder auch ins Bein gebissen. Damals hatte er sich in den Nächten um das Kind gekümmert. Durch das anhaltende Schreien des Jungen sei er aber überfordert gewesen.

Der Angeklagte war wegen der Verletzungen selbst am ersten Weihnachtstag mit dem Säugling im Krankenhaus erschienen. Allerdings hatte er da noch den jüngeren Bruder seiner Frau als Täter angegeben. Erst später räumte er die vorsätzlichen Körperverletzungen ein. Mittlerweile lebt das Ehepaar getrennt, seinen Sohn kann er einmal im Monat sehen.

Nachrichten-Ticker