Denkmäler
Neuer Rostschutz für Gasometer: Arbeiten im Zeitplan

Oberhausen (dpa/lnw) - Die millionenschwere Sanierung des Gasometers in Oberhausen läuft nach Zeitplan. Bis Ende des Jahres soll der stillgelegte Gasbehälter einen neuen Korrosionsschutz bekommen. In einem aufwendigen Verfahren wird derzeit die alte Farbe abgetragen und mit neuem Außenanstrich versehen, hieß es am Montag in einer Mitteilung.

Montag, 06.07.2020, 14:41 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 14:52 Uhr
Ein Gerüstbauer arbeitet an dem Fassadengerüst am Gasometer in Oberhausen.
Ein Gerüstbauer arbeitet an dem Fassadengerüst am Gasometer in Oberhausen. Foto: Fabian Strauch

Inzwischen sei das gesamte Gebäude mit seinen 117 Metern Höhe eingerüstet und mit einer Schutzplane umhüllt, sagte Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH, die den Gasbehälter nach seiner Stilllegung als Ausstellungshalle betreibt. Die Außenhülle ist von Rost beschädigt, auch im inzwischen erneuerten Fundament hatten sich Risse gebildet. Insgesamt kostet die Sanierung 14,5 Millionen Euro. Europas einst größter Gasspeicher steht seit 1996 unter Denkmalschutz und ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Region.

Fachleute haben vor mehreren Wochen begonnen, Stück für Stück die alten Farbschichten ab- und neuen Korrosionsschutz aufzutragen. Nach Abschluss der Arbeiten soll der Gasbehälter ähnlich wie 1949 nach seinem Wiederaufbau in einem Grauton mit rötlichem Stich schimmern. Um die Originalfarbe des Gasometers zu bestimmen, sei regelrechte Detektivarbeit notwendig gewesen, schilderte Schmitz: Insgesamt 14 Farbschichten hatte das Amt für Denkmalpflege bei seinen Analysen festgestellt. Während der aufwendigen Sanierungsarbeiten ist der Gasometer geschlossen.

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