Notfälle
Tödliches Kläranlagen-Unglück: Nun auch jüngerer Helfer tot

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Etwa eine Woche nach einem Unglück in einer privaten Kleinkläranlage in Mönchengladbach ist nun auch ein 35-jähriger Helfer an den Folgen seines Rettungsversuchs gestorben. Nach ersten Erkenntnissen war zunächst ein 70 Jahre alter Landwirt auf seinem Hof vermutlich wegen eines technisches Defekts über einen Schacht in die teilweise gefüllte Kläranlage gestiegen. Dabei verlor er durch die Gase das Bewusstsein, stürzte in den Behälter und starb nach seiner Rettung durch die Feuerwehr später im Krankenhaus. Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hatte der 35-jährige Nachbar versucht, dem Landwirt zu helfen, wurde im Schacht aber auch bewusstlos und stürzte ebenfalls ab.

Montag, 06.07.2020, 15:06 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 15:12 Uhr
Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt mit Blaulicht über eine Straße.
Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Daniel Bockwoldt

Die Einsatzkräfte holten die Männer mit Atemschutzmasken heraus und reanimierten sie. In früheren Berichten zu dem Unglück hatten Feuerwehr und Polizei von einer Güllegrube gesprochen, tatsächlich habe es sich aber um eine private Kleinkläranlage gehandelt, wie ein Polizeisprecher am Montag erklärte.

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