Polizei
Fast alle Polizeibehörden haben Aussicht auf mehr Personal

Düsseldorf (dpa/lnw) - Zwei Drittel der Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen sollen zum 1. September mehr Vollzugsbeamte zugewiesen bekommen. Im Schnitt solle jede der 47 Kreisbehörden etwa zwölf Stellen mehr erhalten, kündigte das NRW-Innenministerium am Donnerstag in Düsseldorf an. Die endgültige Verteilung stehe nach den Abschlussprüfungen der Kommissaranwärter fest und sobald endgültig Klarheit über die genaue Zahl der neuen Ruheständler herrsche.

Donnerstag, 16.07.2020, 13:03 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 13:12 Uhr
Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet.
Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul

Die meisten zusätzlichen Stellen für Polizeivollzugsbeamte und Regierungsbeschäftigte sind den vorläufigen Planungen zufolge für Köln (plus 50), Münster (plus 48), Bielefeld (etwa 46), Düsseldorf (etwa 34) und Dortmund (plus 31) vorgesehen.

«Lediglich vier Behörden müssen einen leichten Stellenrückgang in Kauf nehmen», teilte das Ministerium mit. Das sind nach Angaben eines Sprechers Duisburg (minus 5), Steinfurt (etwa minus 4), Paderborn (minus 3) und Kleve mit einem rechnerischen Minus von 0,4 im Plan.

Die Gesamtzahl der Beamten steige bis 2024 voraussichtlich von derzeit rund 40 000 auf über 41 000. Kriterien für die Zuteilung des Personals auf die 47 regionalen Behörden seien neben Einwohnerzahl und konkreter Arbeitsbelastung vor Ort auch besondere Schwerpunkte in der Polizeiarbeit. Dazu zählten der Kampf gegen Kindesmissbrauch, Clankriminalität, Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus. Stellenreduzierungen könnten sich dementsprechend durch den Wegfall von Aufgaben oder den Rückgang der Kriminalität ergeben.

Seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren sei die Zahl der Kommissaranwärter von jährlich 2000 auf aktuell 2500 pro Jahr erhöht worden, unterstrich Innenminister Herbert Reul (CDU). Gleichzeitig seien jedes Jahr zusätzlich 500 Regierungsbeschäftigte eingestellt worden. Sie sollen die Polizisten vor allem von Verwaltungsaufgaben entlasten.

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