Prozesse
Kokain aus dem Kiosk: Mutmaßliche Drogenbande vor Gericht

Krefeld (dpa/lnw) - Aus einem Kiosk in Krefeld heraus soll eine mutmaßliche Dealerbande einen schwunghaften Handel mit Drogen betrieben haben: Vor dem Landgericht Krefeld beginnt am 11. August der Prozess gegen fünf Angeklagte im Alter zwischen 23 und 58 Jahren. Die Anklage wirft ihnen bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Sie sollen aus der Verkaufsstelle heraus vor allem Marihuana, aber auch Kokain und Amphetamin verkauft haben. Mehrere der Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft.

Dienstag, 04.08.2020, 12:47 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 13:02 Uhr
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia.
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann

Am Kiosk sollen die Kunden - darunter Drogen-Großhändler und Kleinabnehmer - wie beim Straßenverkauf bedient worden sein. Dabei sollen sich die Angeklagten die Arbeit geteilt haben: Einer soll die Drogen beschafft, drei andere sollen sie gelagert und verkauft haben. Der mit 58 Jahren Älteste soll innerhalb von dreieinhalb Monaten 15 Kilo Marihuana an seine Kunden verkauft haben. Unter den Angeklagten ist eine Frau, die ihrem ebenfalls angeklagten Freund beim Dealen geholfen haben soll. Für den Prozess hat das Landgericht vier Verhandlungstage angesetzt.

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