Basketball
Basketballchef: Distanzierung von Saibou

Hagen (dpa/lnw) - Nationalspieler Joshiko Saibou muss nach der fristlosen Kündigung durch die Telekom Baskets Bonn vorerst nicht mit Konsequenzen vom Deutschen Basketball Bund (DBB) rechnen. «Eine Nominierung von Joshiko Saibou ist Sache des Bundestrainers. Es wird definitiv ein klärendes Gespräch geben müssen», sagte DBB-Präsident Ingo Weiss der Deutschen Presse-Agentur.

Mittwoch, 05.08.2020, 13:55 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 14:02 Uhr
Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes.
Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes. Foto: Swen Pförtner

Im Gegensatz zum Verein stehen beim DBB derzeit «keine Maßnahmen» an. Daher gebe es laut Weiss keinen Grund für ein mögliches Aus in der Nationalmannschaft, auch wenn sich der Verband von Saibous Meinung zur Corona-Pandemie distanzierte. Ein Gespräch mit dem Profi habe es bereits vor sechs bis acht Wochen gegeben, als die Ansichten von Saibou erstmals hochkamen. «Ich habe ihm gesagt, ich akzeptiere deine Meinung, teile sie aber nicht», betonte Weiss.

Bundesligist Bonn hatte am Dienstag Saibou wegen «Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler» fristlos gekündigt. Der 30-Jährige habe «wiederholt auf Social-Media-Kanälen seine Haltung zur Pandemie oder zum Virus an sich geäußert und am vergangenen Wochenende bei einer Großdemonstration auch praktiziert, indem er vorsätzlich gegen die bekannten Schutzregeln verstieß».

Die nächsten Länderspiele für das Team von Bundestrainer Henrik Rödl (51) sind für den November im Gespräch. Saibou spielte bisher zehn Mal für die DBB-Auswahl, zuletzt am 24. Februar bei der 73:81-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Großbritannien in Newcastle.

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