Wasser
Fische in Möhnetalsperre erhalten Extraportion Sauerstoff

Möhnesee (dpa/lnw) - Mit eingeblasenem Sauerstoff will der Ruhrverband einem Fischsterben in der Möhnetalsperre vorbeugen. Bei der sogenannten Tiefenwasserbelüftung wird über perforierte Leitungen reiner Sauerstoff in die tiefste und kälteste Wasserschicht geleitet. «Pro Stunde werden rund 60 bis 70 Kilogramm Sauerstoff in das Talsperrenwasser eingebracht», teilte der Wasserwirtschaftsverband am Freitag in Essen mit. Die Maßnahme soll in den nächsten Tagen beginnen. Zuvor waren kritische Sauerstoffwerte in tiefen Wasserschichten gemessen worden.

Freitag, 07.08.2020, 13:53 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 14:04 Uhr

Der Ruhrverband wirkt damit einem natürlichen Phänomen entgegen, bei dem sich das Wasser der Talsperre zwischen Frühjahr und Herbst in Schichten aufteilt, die unterschiedliche Mengen Sauerstoff enthalten. Ursache für den abnehmenden Sauerstoffgehalt ist nach früheren Angaben vor allem die Sonneneinstrahlung, die sauerstoffzehrende Abbauprozesse in Gang setzt. Im vergangenen Jahr hatte der Verband auf diese Weise einem eventuellen Fischsterben in der Henne- und in der Ennepetalsperre vorgebeugt. Die Möhnetalsperre musste zuletzt 2018 belüftet werden.

Der Ruhrverband betonte, dass die geringen Sauerstoffgehalte keine Auswirkungen auf die Wasserqualität hätten, die weiterhin ausgezeichnet sei.

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