Musik
Stadt «verwundert» über Kritik von NRW-Gesundheitsminister

Düsseldorf (dpa) - Die Stadt Düsseldorf hat «verwundert» auf die Kritik des NRW-Gesundheitsministeriums an Plänen zu einem Konzert mit 13 000 Zuschauern in der Stadt reagiert. «Selbstverständlich wurde im Vorfeld der Planung des Konzerts ausführlich untersucht, ob und in welcher Form dieses Konzert mit den Regelungen der Corona-Schutzverordnung vereinbar ist», erklärte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) am Freitag. Diese Prüfung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass es zulässig sei. «Ich wundere mich ein wenig darüber, dass der Gesundheitsminister hier rechtliche Bedenken äußert.» Aus seiner Sicht gebe es keine Veranlassung, das Konzert zu untersagen.

Freitag, 07.08.2020, 17:37 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 17:52 Uhr
Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) schaut in die Runde.
Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) schaut in die Runde. Foto: Roberto Pfeil

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte nur wenige Stunden nach Veröffentlichung der Pläne für die Show im Düsseldorfer Fußballstadion («Merkur Spielarena») «begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage» geäußert. Das Konzept sei nicht mit dem Land abgestimmt worden. Bei einer Großveranstaltung dieser Art hätte er das eigentlich erwartet. Sein Ministerium habe das Düsseldorfer Gesundheitsamt angewiesen, «unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen».

Dessen Leiter Klaus Göbels versicherte daraufhin, die geplanten Hygienemaßnahmen würden «vollumfänglich erfüllt, sogar übererfüllt». «Die aktuelle Entwicklung der Coronazahlen wird kontinuierlich beobachtet, vom Veranstalter wurden vertraglich alle Vorkehrungen getroffen, um die Veranstaltung auch kurzfristig absagen zu können, wenn es aus Infektionsschutzgründen notwendig sein sollte.»

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