Agrar
Waldbesitzer fordern Prämie für Klimafunktion ihrer Wälder

Ratingen (dpa) - Deutschlands Waldbesitzer fordern wegen der Klimaschutzfunktion ihrer Forste eine Prämie von rund 112 Euro pro Jahr und Hektar. Jeder Hektar Wald speichere im Jahresschnitt rund acht Tonnen CO2. «Mit dem Einstieg in eine CO2-Bepreisung ist es logisch und gerecht, dass auch die CO2-Speicherung einen Preis erhält», sagte der Bundesvorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max Elverfeldt, am Mittwoch bei einer Veranstaltung von Waldbesitzerverbänden in Ratingen.

Mittwoch, 02.09.2020, 13:52 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 14:02 Uhr
Deutschlands Waldbesitzer fordern wegen der Klimaschutzfunktion ihrer Forste eine Prämie von rund 112 Euro pro Jahr und Hektar.
Deutschlands Waldbesitzer fordern wegen der Klimaschutzfunktion ihrer Forste eine Prämie von rund 112 Euro pro Jahr und Hektar. Foto: Patrick Pleul

Aus Sicht der Verbände soll die Wald-Prämie aus der CO2-Abgabe finanziert werden, die die Industrie für ihren Schadstoffausstoß bezahlen muss, und sich auch in der Höhe daran orientieren. Mit der geplanten Erhöhung der CO2-Abgabe von 25 Euro (2021) auf 55 Euro (2025) würde damit die Klimaleistungsprämie zugunsten der Waldbauern auf knapp 250 Euro pro Hektar und Jahr steigen, rechnen die Verbände vor.

Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sagte, angesichts der dramatischen Waldschäden benötige die Forstwirtschaft Hilfe. Deshalb setze sich das Land NRW nach einer Ausweitung der Fördermittel auch auf Bundesebene für eine finanzielle Honorierung der Ökosystemleistung des Waldes ein. Dazu tage eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundeslandeswirtschaftsministeriums. Ergebnisse würden in den nächsten Monaten erwartet.

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