Kriminalität
Missbrauchsverdacht: Kündigung gegen 48-Jährigen eingeleitet

Duisburg (dpa/lnw) - Ein 48 Jahre alter Duisburger, der unter Missbrauchsverdacht in Untersuchungshaft sitzt, verliert möglicherweise auch seinen Arbeitsplatz beim Landessportbund (LSB). Ein Kündigungsverfahren gegen den Mann sei unverzüglich eingeleitet worden, bestätigte LSB-Sprecher Frank-Michael Rall am Sonntag einen Bericht der «WAZ». Der Verdächtige habe bei seiner beruflichen Tätigkeit keinen Kontakt mit Kindern gehabt, stellte der Sprecher klar.

Sonntag, 06.09.2020, 13:16 Uhr aktualisiert: 06.09.2020, 13:22 Uhr

Der 48-Jährige soll über zehn Jahre hinweg fünf Jungen im Alter zwischen sieben und elf Jahren sexuell missbraucht haben. Er sei festgenommen worden und sitze inzwischen in Untersuchungshaft, hatte die Duisburger Polizei am vergangenen Mittwoch mitgeteilt. Bei ihm seien mehrere Festplatten, USB-Sticks, CDs und Handys sichergestellt worden, die ausgewertet würden. Zunächst gebe es keine Hinweise darauf, dass der Verdächtige auch kinderpornografische Bilder und Filme im Internet getauscht habe, hatte die Polizei mitgeteilt.

Die Eltern eines Siebenjährigen hatten Anzeige gegen den Mann erstattet, weil er sich an ihrem Jungen sexuell vergangen haben soll. Bei den Ermittlungen seien neben der Wohnung auch ein Wohnmobil des Verdächtigen im Duisburger Stadtteil Wanheimerort und sein Arbeitsplatz durchsucht worden. Der äußerlich unverletzte Siebenjährige befinde sich bei seinen Eltern.

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