Kriminalität
Bericht: Drogenhändler im Netz oft gebildet und IT-stark

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Täter im Online-Drogenhandel entsprechen einem Bericht zufolge häufig nicht mehr dem Bild des klassischen Dealers, sondern sind gebildet und haben gute IT-Kenntnisse. Im Darknet werde Rauschgift auf vielen Marktplätzen angeboten, berichtete die «Rheinische Post» (Mittwoch) unter Berufung auf das NRW-Innenministerium. Im illegalen Online-Handel dominierten vor allem niederländische Anbieter, hieß es.

Mittwoch, 09.09.2020, 07:50 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 08:02 Uhr
Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur.
Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur. Foto: Nicolas Armer

Der Versand erfolge per Post, die Kommunikation sei verschlüsselt, beide Seiten könnten so anonym bleiben. 2019 war die Zahl der in NRW registrierten Fälle von Drogenhandel im Netz demnach um 7,6 Prozent auf 5681 zurückgegangen. Das sei auch mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen bei den Tätern zu erklären, zudem gebe es eine hohe Dunkelziffer. Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte am Dienstag in Berlin berichtet, dass man auch in der Corona-Pandemie «keine Knappheit auf dem Markt festgestellt» habe. Die Drogenhändler hätten schnell umgestellt, Bestellungen über Internetplattformen und der Versand kleinerer Mengen per Post - bevorzugt an Packstationen - zugenommen.

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