Schulen
Gebauer: Kein Missstand bei Luft in Klassenräumen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Etwa 2,3 Prozent der Unterrichtsräume an den öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen können in der Corona-Pandemie nicht ausreichend gelüftet werden. Das teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags mit. Sie präzisierte damit Zahlen einer Umfrage zur Belüftungssituation, die das Ministerium am Vortag herausgegeben hatte.

Mittwoch, 09.09.2020, 13:21 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 15:39 Uhr
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen.
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd

Mit rund 90 Prozent habe die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Schulen angegeben, keine Probleme mit der Belüftung zu haben, rechnete Gebauer vor. An den übrigen zehn Prozent seien insgesamt 22,6 Prozent der Klassenräume nicht hinreichend zu belüften. Hochgerechnet bedeute das, dass etwa 2,3 Prozent aller Unterrichtsräume an den öffentlichen Schulen betroffen seien. Bei knapp 40 Prozent dieser Räume seien bauliche Mängel an den Fenstern die Ursache.

Hochgerechnet könnten damit etwa ein Prozent aller Unterrichtsräume wegen Mängeln an den Fenstern nicht ausreichend gelüftet werden. «Von einem flächendeckenden Missstand kann bei einem Anteil von einem Prozent der Unterrichtsräume nicht die Rede sein», so Gebauer. An der Umfrage hatten gut 91 Prozent der knapp 5500 Schulen in NRW teilgenommen.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte vergangene Woche angekündigt, dass systematisch abgefragt werde, wo es Probleme mit Lüftungssystemen gebe. Die SPD-Opposition hatte die Frage auf die Tagesordnung des Schulausschusses gesetzt.

 

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