Kriminalität
Uniklinik: Bei Hackerangriff keine Patientendaten gestohlen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Bei dem Hacker-Angriff auf die Uniklinik Düsseldorf sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Daten gestohlen oder unwiederbringlich gelöscht worden. Das hätten Untersuchungen von IT-Experten ergeben, teilte die Klinik am Donnerstag mit.

Donnerstag, 17.09.2020, 11:23 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 11:37 Uhr
Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), Ministerin für Kultur und Wissenschaft von Nordrhein-Westfalen.
Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), Ministerin für Kultur und Wissenschaft von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Hacker hätten eine Schwachstelle in einer Anwendung ausgenutzt. «Die Sicherheitslücke befand sich in einer marktüblichen und weltweit verbreiteten kommerziellen Zusatzsoftware. Bis zur endgültigen Schließung dieser Lücke durch die Softwarefirma war ein ausreichendes Zeitfenster gegeben, um in die Systeme einzudringen», teilte die Klinik mit. Die Angreifer hätten dafür gesorgt, dass nach und nach Systeme ausfielen und ein Zugriff auf gespeicherte Daten nicht mehr möglich war.

Das IT-System der Uniklinik war am vergangenen Donnerstag ausgefallen. Rettungswagen fahren die große Einrichtung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt seitdem nicht mehr an, Operationen wurden verschoben und geplante Behandlungstermine abgesagt. Inzwischen haben die Täter nach Angaben von Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) eine Erpressung zurückgezogen.

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