Auszeichnungen
Menschen aus Lebensgefahr gerettet: Medaillen für Helfer

Königswinter (dpa/lnw) - Sie retteten Menschen aus brennenden Gebäuden oder aus der Nordsee: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Dienstagabend auf dem Petersberg bei Bonn 26 Bürger mit der Rettungsmedaille des Landes oder einer öffentlichen Belobigung ausgezeichnet. Sie hatten nach Angaben der Staatskanzlei unter Einsatz ihres eigenen Lebens andere Menschen gerettet.

Dienstag, 06.10.2020, 22:40 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 22:52 Uhr
Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, beglückwünscht Matthias Erdmann (l-r).
Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, beglückwünscht Matthias Erdmann (l-r). Foto: Roberto Pfeil

Unter den Geehrten ist auch der Autofahrer, der im Mai 2019 auf der Autobahn 1 bei Wermelskirchen in einen fahrenden Lastwagen geklettert war und ihn zum Halten gebracht hatte. Der Lkw-Fahrer war am Steuer kollabiert und gestorben. Matthias Erdmann aus Langenfeld hatte mit einem Hammer die Lkw-Scheibe eingeschlagen, sich ins Führerhaus gezogen und die Bremse getreten. «Ich würde es nochmal so machen», sagte der 44-Jährige vor der Medaillen-Verleihung der Deutschen Presse-Agentur. Auch zwei Polizisten und drei Zeugen, die an der spektakulären Rettungsaktion beteiligt waren, wurden geehrt.

Ausgezeichnet werden unter anderem auch vier Kölner, die einen Mann aus seiner brennenden Wohnung holten, ein Urlauber aus Hamm, der einen Ertrinkenden aus der Nordsee rettete sowie ein Mann aus Ratingen, der einen Verunglückten aus seinem brennenden Auto barg.

Die NRW-Rettungsmedaille wird seit 1951 verliehen. Insgesamt haben seitdem mehr als 1300 Helfer die Ehrung erhalten.

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