Brauchtum
Grenzwert überschritten: Wuppertal untersagt Martinsumzüge

Wuppertal (dpa/lnw) - Die Stadt Wuppertal hat nach dem Überschreiten der ersten wichtigen Infektions-Kennzahl vorerst Martinsumzüge untersagt. Zudem werden private Feiern, Hochzeiten und Beerdigungen auf 50 Teilnehmer begrenzt, hieß es am Dienstag. Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen müssen auch am Platz wieder Maske tragen.

Dienstag, 06.10.2020, 09:08 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 09:22 Uhr
Eine Virologin untersucht Proben auf das Coronavirus.
Eine Virologin untersucht Proben auf das Coronavirus. Foto: Peter Steffen

Für Martinsumzüge - die in der Regel rund um den 11. November stattfinden - gibt es derweil aber noch Hoffnung: Die in Kraft getretene Allgemeinverfügung gilt zunächst, bis der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert fünf Tage lang unter 35 liegt. Laut Robert Koch-Institut lag die Zahl der binnen sieben Tagen Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner am Dienstag bei 42,6.

Die Stadtverwaltung macht eine «gewisse Sorglosigkeit, zu Teilen auch Verantwortungslosigkeit» für den Anstieg der Neuinfektionen verantwortlich. So hätten zum Beispiel Jugendliche unbekümmert eine Garagenparty gefeiert und danach das Virus an unterschiedliche Schulen im Stadtgebiet getragen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

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