Unfälle
Lkw durchbricht auf A40 Schutzplanke: Fünf Autos beschädigt

Erneut hat ein Lastwagenunfall die Geduld vieler A40-Pendler auf eine harte Probe gestellt: Durch die Wucht des Aufpralls wurde am Dienstagmorgen in Bochum ein Stück Mittelstreifen aus Beton zerstört. Bergung und Reparatur dauerten Stunden. Es gab mehrere Verletzte.

Dienstag, 06.10.2020, 22:16 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 22:22 Uhr
Auf einem Polizeifahrzeug leuchtet die Aufschrift "Gesperrt".
Auf einem Polizeifahrzeug leuchtet die Aufschrift "Gesperrt". Foto: David Young

Bochum (dpa/lnw) - Umherfliegende Betonteile und fünf beschädigte Autos: Ein Lkw hat auf der A40 in Bochum die Mittelschutzplanke aus Beton durchbrochen und dabei ein Trümmerfeld hinterlassen. Bei dem Verkehrsunfall am Dienstagmorgen in der Nähe der Anschlussstelle Bochum-Hamme war der Lkw in Richtung Dortmund aus ungeklärter Ursache zunächst rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer lenkte dann augenscheinlich massiv dagegen und der Sattelzug fuhr nach links gegen die Betonelemente, wie die Polizei am Abend mitteilte.

Mehrere Elemente der Schutzwand wurden den Angaben zufolge durch den heftigen Aufprall auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Vier fahrende Autos wurden auf der entgegengesetzten Fahrtrichtung durch die Betonteile zum Teil massiv beschädigt. Ein fünftes Auto hob beim Überfahren eines Betonteils ab und wurde in die Luft geschleudert, wie die Polizei schilderte. Nach dem Aufprall auf der Fahrbahn überschlug es sich dann mehrfach. Der 29-jährige Autofahrer und der Fahrer des Sattelzugs kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Zwei Fahrer der beschädigten Autos wurden zudem leicht verletzt.

Bis in die Mittagsstunden waren beide Richtungsfahrbahnen gesperrt. Die Bergung des Lastwagens und der schweren Betonteile war den Angaben nach sehr aufwendig. Der Landesbetrieb Straßen.NRW stellte an der Unfallstelle eine provisorische Schutzwand auf. In Richtung Essen konnte erst nach rund sechs Stunden der erste Fahrstreifen wieder freigegeben werden. In Richtung Dortmund dauerte es sogar acht Stunden, bis der Verkehr auf allen Fahrstreifen wieder frei war. Der Stau auf der vielbefahrenen Strecke war zeitweise mehr als zehn Kilometer lang. Die Polizei schätzt den Schaden auf 125 000 Euro.

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