Kriminalität
Partnerin getötet: Siebeneinhalb Jahre Haft für 81-Jährigen

Essen (dpa/lnw) - Nach der grausamen Tötung seiner Partnerin ist ein 81-Jähriger aus Gladbeck zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im März 2020 mit einem Hammer auf seine 73-jährige Lebensgefährtin eingeschlagen und anschließend immer wieder mit einem Messer zugestochen. Die Ärzte hatten allein an der linken Schläfe 26 Hautdurchtrennungen gezählt. Im Prozess vor dem Essener Schwurgericht bestritt der Angeklagte die Tat zwar nicht, berief sich aber auf Erinnerungslücken. Das Urteil von Mittwoch lautet auf Totschlag.

Mittwoch, 07.10.2020, 17:49 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 18:02 Uhr
Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht befinden.
Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht befinden. Foto: Bernd Thissen

Das Paar hatte sich über eine Anzeige in einer Kirchenzeitung kennengelernt und rund 16 Jahre lang zusammengelebt. Nach Angaben des 81-Jährigen sei zuletzt jedoch immer häufiger gestritten worden. Auch am Tattag habe es Streit gegeben, diesmal über das richtige Beschneiden der Sträucher im Garten. Außerdem habe ihn seine Partnerin beleidigt und aufgefordert, die gemeinsame Wohnung zu verlassen.

«Ich muss das wohl gemacht haben - in irgendeinem Zustand», hatte der Angeklagte im Prozess angegeben. Es müsse sich um eine «Kurzschlussreaktion» gehandelt haben, die er sich nicht erklären könne.

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