Fußball
BFV legt Berufung gegen Urteil im Türkgücü-Pokal-Streit ein

München (dpa) - Der Streit um den bayerischen Starter im DFB-Pokal geht in die nächste Instanz. Der Bayerische Fußball-Verband legte Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts München I ein. Dieses hatte in der vorigen Woche entschieden, dass der BFV seine Meldung für die erste Pokalrunde neu ausarbeiten müsse. Drittligist Türkgücü München hatte zuvor eine einstweilige Verfügung erwirkt, wonach nicht wie geplant der 1. FC Schweinfurt 05 zur Pokalpartie beim FC Schalke 04 antreten durfte. Nun liegt die nächste Entscheidung beim Oberlandesgericht München, wie der Verband am Donnerstag mitteilte.

Donnerstag, 08.10.2020, 15:37 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 15:52 Uhr
Der DFB-Pokal steht vor Spielbeginn am Spielfeldrand.
Der DFB-Pokal steht vor Spielbeginn am Spielfeldrand. Foto: Matthias Balk

Der BFV argumentiert in der Causa, dass seine Entscheidungen in der Corona-Krise fair und rechtssicher seien. Der Verband hatte Türkgücü als Tabellenführer der unterbrochenen Regionalliga zum Aufsteiger in die 3. Liga ernannt. Im Gegenzug bekamen die Schweinfurter als Tabellenzweite hinter Türkgücü den Startplatz im DFB-Pokal. Türkgücü ging kurzfristig dagegen vor und will selbst im Pokal antreten.

Der Deutsche Fußball-Bund setzte unterdessen das am 11. September verschobene Schalke-Spiel neu für den 3. oder 4. November an. Der BFV, der neben dem Gang zum OLG auch noch eine Entscheidung vor einem zuständigen, unabhängigen Schiedsgericht anstrebt, gab sich optimistisch, dass der Rechtsstreit bis Anfang November geklärt ist.

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