Kriminalität
Schwerer Kindesmissbrauch: Anklage gegen 32-Jährigen erhoben

Remscheid (dpa/lnw) - Gegen einen 32-Jährigen aus Remscheid ist Anklage wegen schweren Kindesmissbrauchs erhoben worden. Er soll seine Taten aufgenommen und über die Social-Media-Plattform Instagram verbreitet haben, berichtete ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Freitag.

Freitag, 09.10.2020, 15:53 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 16:02 Uhr
Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert

Der Mann soll sich an einem zur Tatzeit Achtjährigen vergangen haben. Die Ermittlungen waren durch Erkenntnisse des Bundeskriminalamtes (BKA) in Gang gekommen. Das BKA war wiederum von US-amerikanischen Behörden informiert worden, an die sich das zu Facebook gehörende Unternehmen gewandt hatte.

Nach der Aufbereitung und Sichtung der Daten ergab sich der weitergehende Verdacht des schweren Kindesmissbrauchs und eines unmittelbar bevorstehenden weiteren Missbrauchs des Jungen. Dazu hatten mehrere Beamte Chatverläufe und Bilder bis tief in die Nacht gesichtet und dann wenige Stunden später zugeschlagen.

Bei einer Hausdurchsuchung waren dann in Remscheid mehrere Datenträger sichergestellt worden. Der 32-Jährige wurde Ende Juni verhaftet. Die mit ihm bis dahin befreundeten Eltern des Kindes waren aus allen Wolken gefallen, als sie von dem Verdacht erfuhren, hatten die Ermittler damals berichtet.

Der Beschuldigte hatte den Missbrauch bei seiner Vernehmung durch die Polizei bestritten. Als die Ermittler mit dem speziell ausgebildeten Datenspürhund «Odin» erneut anrückten, erschnüffelte dieser noch weitere USB-Sticks, die bei der ersten Durchsuchung von den Ermittlern nicht entdeckt worden waren.

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